Coblationsmethode – mein 6er im Lotto

Ein Erfahrungsbericht von Pia

Hallo, mein Name ist Pia. Ich bin 26 Jahre und habe am 15.01.2024 meine Mandeln mittels Coblation entfernt bekommen. 

Zum Hintergrund: Ich hatte die letzten Jahre immer öfter Mandelentzündung. 2023 ganze 5 Mal. Ich war ständig müde und fing mir jeden Infekt ein der nur in der Luft geschwirrt hat. 

Ich war so ziemlich alle 3 Wochen krank, was auch sehr auf mein Gemüt schlug. Irgendwann hat man auf das ewige „Kranksein“ einfach die Schnauze voll. 

Zur OP: Es war meine erste OP und somit auch meine erste Narkose. Ich hatte richtig Schiss davor. Im Nachhinein muss ich sagen, ich habe noch nie so gut und tief geschlafen wie in dieser Stunde. 

Montag, 15.01.2024 – Tag der OP: Ich kam um 7 Uhr im Krankenhaus an. Es wurde noch Blutdruck und Puls gemessen und ich bekam auf meinen Wunsch hin eine Beruhigungstablette, weil ich vor Aufregung so zitterte.

Ich wurde dadurch einfach nur etwas müde aber das war es auch schon. 

Um ca. 10 Uhr wurde ich dann abgeholt und in meinem Bett in den OP-Bereich gefahren. Dort angekommen war ein lustiger Anästhesiepfleger der mich recht gut ablenkte, mir meinen Zugang legte und dann ging es auch schon los. Ich kam in den OP-Saal, dort wurde mir vor mein Gesicht eine Sauerstoffmaske gehalten, eine Anästhesistin sagte noch zu mir: „Jetzt kann’s gleich a bissl in der Vene brennen“, dann sagte ich noch: „Mir wird warm im Kopf“ und dann war ich auch schon weg 😉

Ca. um 11:30 Uhr bin ich im Auswachraum wieder von meinem schönen und angenehmen Schlaf ohne jegliche Schmerzen aufgewacht. 

In meinem Einzelzimmer angekommen, trank ich stilles Wasser was auch überhaupt kein Problem war. 

Im Laufe des Tages bekam ich dann mein erstes Eis und ich sollte nach jeder Mahlzeit mit einer Bepanthen-Lösung meinen Mund spülen. Zudem bekam ich Novalgin-Tropfen und venös Antibiotika.

Schmerzen hatte ich so gut wie keine an diesem Tag. 

Post OP Tag 1: Am Tag nach der OP durfte ich bereits wieder nach Hause. Der HNO-Arzt untersuchte mich nochmal und ich konnte das Krankenhaus verlassen. 

Zuhause angekommen habe ich viel Wassereis gegessen. Normales Essen ging auch ohne Probleme. Klar merkt man es beim Schlucken, aber das war nicht wild. Sprechen ging auch, aber ich dachte mir, bevor ich mich unnötig anstrenge, bin ich lieber leise. Meinen Tag verbrachte ich mit Trash-TV (was ich sonst nie schaue, aber ich muss sagen es ist echt unterhaltsam 😉

Die Tage darauf aß ich ganz normale Mahlzeiten, nahm 3x täglich á 20 Novalgin-Tropfen. 

Ich trank die ersten Tage jeden Tag mind. 3 Liter Wasser, weil ich das Gefühl hatte es tut mir sehr gut und die Wunde trocknet nicht aus. Zudem lutschte ich Salbei-Bonbons. 

Ich wartete jeden Tag auf die Schmerzen, bzw. die berühmt berüchtigten Ohrenschmerzen. Meine Schmerzskala war eig. seit Tag 0 bei 1/10. 

Jede Mandelentzündung in meinem Leben war definitiv schlimmer als das. 

An Tag 6 nach der OP d.h. (Sonntag), bekam ich dann für 3 Tage leichte Ohrenschmerzen, was aber auch wirklich nicht tragisch war. Da nahm ich dann einfach noch ne 600er IBU und fertig. Schmerzen: 2/10 

Meine Wundbeläge gingen auch sehr schön ab und heute an Tag 10 an dem ich diesen Beitrag verfasse, brauche ich kein Novalgin mehr. Ich bin absolut schmerzfrei und meine Wundbeläge haben sich auch verabschiedet. 

Mein Fazit: Die Operation mittels Coblation ist wirklich ein Spaziergang und ein „Klacks“ gegen jede eitrige Mandelentzündung. Ich fühlte mich am Tag nach der OP alleine schon mental besser als das ganze Jahr 2023, weil ich wusste, endlich bin ich die Dinger los die mir mein Leben teilweise wirklich zur Hölle machten. 

Ich weiß jetzt, dass ich nicht mehr wie eine Mumie herumlaufen muss, wenn ich rausgehe, weil ich schon wieder Angst haben muss ich bekomme eine Mandelentzündung. 

An Tag 10 bin ich einfach nur glücklich und fühle mich absolut fit und auch überhaupt nicht mehr müde (körperlich & mental). Ich freue mich auf dieses Jahr und vor allem darüber, nicht mehr ständig krank zu sein. Daran glaub ich ganz fest!

Ich kann jedem nur den Tipp auf den Weg mitgeben sich einen HNO-Arzt zu suchen welcher die Mandeln mittels Coblation entfernt. Das ist meiner Meinung nach ganz wichtig! Dieser Laser (oder auch Einmalsonde genannt) mit dem die Tonsillen entfernt werden, wird nämlich nur 40 – 70 Grad warm im Gegensatz zu einem herkömmlichen Laser bei dem die Mandeln mit 600 Grad Hitze heraus gebrannt werden. Es sind unter anderem anscheinend die schlimmen Verbrennungen die solch schreckliche Schmerzen verursachen.

Außerdem werden mittels der Coblation ebenso weniger Gefäße verletzt und die Nachblutungsgefahr ist dadurch viel geringer. 

Wer sich für die Coblationsmethode interessiert kann das ja einfach mal googeln. 

Vielen Dank an den Ersteller der Seite, ich habe mich auf das Schlimmste eingestellt und konnte mich somit perfekt auf meine OP vorbereiten. 

Juhuuuu endlich nie wieder Mandelentzündung! 

9 Kommentare zu „Coblationsmethode – mein 6er im Lotto“

  1. Hey Leute,
    wo habt ihr eure Mandeln mit der Coblations-Technik denn alle entfernen lassen?
    Ich suche seit Wochen, finde aber keine Klinik weit und breit, die diese Technik anbietet.
    Wäre auch bereit, weiter zu fahren dafür.
    LG

  2. Hi zusammen, ich spiele auch mit dem Gedanken die Entfernung mittels Coblation zu machen. Weiß jemand, ob das geht, wenn die Mandeln sehr vernarbt und mit dem umliegenden Gewebe verwachsen sind (so sieht es für mich jedenfalls aus)? Ich habe in einigen Wochen meinen Termin beim HNO und frage ihm natürlich auch, mich würde aber interessierten, ob es jemandem auch so ging. Bei mir ist es inzwischen chronisch.

  3. Ich bin teils nicht sicher, ob dieser Erfahrungsbericht echt ist. Er wirkt etwas übertrieben euphorisch.
    Es gibt auch Hinweise, dass die Coblations-Methode nicht zwingend besser ist.

    1. Christian Brechtel

      Hallo Max,
      wie bei allen Erfahrungsberichten und Kommentaren, handelt es sich naturgemäß um persönliche und damit subjektive Ansichten/Erlebnisse.
      Jeder Fall ist anders und letztlich muss stets die medizinische Fachsicht den Ausschlag geben. Ich denke aber, dass die Erfahrungsberichte wertvolle Impulse geben können, die es dann abzuwägen, weiter zu recherchieren und idealerweise fachärztlich zu besprechen gilt.

    2. Ich hatte vorgestern meine OP und kann bisher alles bestätigen. Ich habe lange recherchiert und mich schließlich für die Mandelentfernung mittels Coblation entschieden. Ich habe gestern oft Blut gespuckt, was wohl bei sehr entzündeten Mandeln nicht unüblich ist. Die Schmerzen sind bisher auch ohne Schmerzmittel voll aushaltbar, nicht schlimmer als bei einer akuten Mandelentzündung. Essen klappt ohne Probleme. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich die Coblation absolut empfehlen.

      1. Das klingt beruhigend! Ich habe den Eingriff unter Coblation im April vor mir!
        Wie lange musst/musstest du im KH bleiben? Gute Besserung weiterhin!

  4. Hallo. Ich kann das bestätigen, mir wurden die Mandeln ebenfalls mittels kalter Radiofrequenz entfernt – befinde mich an Tag 9 nach OP. Ich habe mir im Vorfeld diese ganzen schmerzvollen Erfahrungsberichte angeschaut und hatte richtig Angst. Diese beschriebenen Schmerzen hatte ich bei weitem nicht 🙂
    Eine Nachblutung blieb bei mir aber leider trotzdem nicht aus.

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