Peritonsillarabszess

Ein Erfahrungsbericht von n.n.

Danke für die informative Seite.

Hätte das hier leider alles eher lesen sollen.
Bin eigentlich nicht so Mandelentzündungs-geplagt, wie einige andere hier.
Bei mir fing es letzte Woche Freitag mit massiven Halsschmerzen an. War ehrlich gesagt zu platt, um zum Arzt gehen… Habe alles versucht, was an Hausmitteln so geht: Salzwasser/Tee gurgeln, Kokosöl ziehen, kalte Halswickel, Kartoffelwickel… vllt. auch zu viel des guten.
Jedenfalls saß ich dann am Samstag Vormittag in der Notfall Ambulanz, Diagnose eitrige Mandelentzündung, Penicillin und Schmerzmittel bekommen… Sonntag Abend sahen die Mandeln eigentlich schon wieder ganz o.k. aus, nur die linke Seite schmerzte weiter. Der Schmerz zog nun bis ins Ohr und in den Kiefer… das Gaumensegel war geschwollen und voll mit kleinen feuerroten Äderchen. Habe vermutet, dass sich dort irgendwie was bildet und bin dann Montag Morgen zur Hausärztin. Diese konnte außer der starken Schwellung links noch nicht viel feststellen und verschrieb mir neue Schmerzmittel und eine antiseptische Mundspülung. Habe dann auch zusätzlich mit Kamistadgel an der betroffenen Stelle rumgedoktort.
Dienstag habe ich durch reinen Zufall durch eine Bekannte um 17:00 einen Termin beim HNO bekommen; mittlerweile war der Abszess schon mehr zentriert und wurde stetig größer und gelber (sorry total ekelig) und das binnen weniger Stunden.
Dachte ich würde eine Zugsalbe bekommen, anderes Antibiotika oder ggfls. eine Punktion. Der Arzt schaute rein, sagte mir, sie müssen damit als Notfall sofort stationär operiert werden und das heute noch! Gerade, wenn sich trotz Antibiose so etwas bildet, nah an der Halsschlagader usw.  
War total baff, bin voll fertig nach Hause, musste noch einiges managen wegen den Kindern und dann waren wir gegen 20:00 in der Uniklinik.
Wurde dann gegen 23:40 noch operiert.

Die linke Mandel wurde entnommen und der davor liegende Abszess gespalten. Das Gewebe, in dem die Abszesshöhle lag, mit entfernt, so dass jetzt im Gaumenbogen links ein riesiges Loch klafft, bzw. der Bogen sehr weit ausgeschnitten wurde.
Habe über so etwas noch keine Erfahrungsberichte gefunden, deshalb frag ich jetzt selber: hat dazu jemand Erfahrungen?
Wie lange da die Wundheilung dauert?? Ob sich der Bogen etwas normalisiert/ zuwächst, also asymmetrisch wird er in jeden Fall bleiben. Aber ich hoffe nicht so massiv wie zur Zeit.

Wäre dankbar über andere Berichte, die Schmerzen sind dazu noch unerträglich, das ist heute der 3. Tag nach der OP.
Und kennt sich anbei jemand damit aus wie die Halbzeitwerte der ganzen Medis sind? Von Narkose/ Antibiose bis Morphin/ Tramal und Ibu 600 und wie man diese dann irgendwann ausleiten kann, bzw. den Körper darin unterstützen kann, diese ganze Chemie auszuschwemmen?

Und war übrigens am Morgen nach der OP duschen, weil ich wirklich nicht wusste, dass es zu Nachblutungen führen kann; zum Glück nur ganz kurz. Heute an Tag 3 war ich wieder duschen – diesmal allerdings lauwarm bis kalt und auch nur ganz kurz.
Und jetzt hat sich auch noch Husten dazugesellt. Was natürlich mehr als zwiebelt, gepaart mit der Angst da könnt irgendwas aufgehen.
Hoffe andere, denen es ähnlich erging, haben es gut überstanden und freue mich auf Antworten.

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