Ein Erfahrungsbericht von Mirjam
Mein Sohn, 25 Jahre alt (ein paar Tage nach der OP), musste sich die Mandeln entfernen lassen, nachdem er in monatlichen Abständen Angina hatte. Ich kann deshalb nicht aus eigener Erfahrung beschreiben, aber aus Sicht einer Betreuerin während der Nach-OP-Phase und möchte allen Mut machen, die, die OP noch vor sich haben.
Nach zwei Nächten im Spital konnte ich Mike abholen, er hatte im Spital kaum geschlafen und kaum gegessen. Die Schmerzen waren aber kurz nach der OP gut auszuhalten.
Der HNO-Arzt hat uns gut mit Medikamenten versorgt, er meinte, dass es wichtig sei, genügend Schmerzmittel zu nehmen, damit Mike essen und trinken kann.
Interessanterweise – nicht wie von den meisten hier beschrieben – schlief Mike problemlos durch, von Anfang an und das ohne Medikamente, er nahm nur den Tag durch Medis, um essen und trinken zu können. Das allerdings war zu Anfang eher schwierig, ich musste ihn da schon leicht pushen. Ich machte morgens jeweils Kamillentee und Salbeitee, stellte sie in den Kühlschrank ebenso wie eine grosse Flasche Wasser ohne Kohlensäure. Essenstechnisch habe ich den bereits aufgeführten Empfehlungen nichts hinzuzufügen. Mike ass viel Eis und sonst tischte ich ihm auf, worauf er Lust hatte (im empfohlenen Rahmen).
Ich habe ihm den „Eisschal“ für um den Hals besorgt, mit zwei Ersatz-Eis, so dass ich das Eis regelmässig wechseln konnte und die zwei Ersatzteile immer wieder frisch nachkühlen konnte. So hatte Mike den ganzen Tag, den Eisschal um den Hals, das half ihm sehr.
Der Schmerz wurde anfangs schlimmer, wie von anderen beschrieben und wurde ab dem 10. Tag besser. Die OP liegt jetzt einen Monat zurück und alles ist gut, beim Gähnen spürt er noch eine Spannung im Hals, aber das ist alles!