Ein Erfahrungsbericht von anonym
OP am 01.07.24
Vorab ich hatte zwei Kopf-OPs. Keine dieser beiden OPs fand ich derart schmerzhaft.
OP-Tag
Ich sollte um 9.30 Uhr im Krankenhaus sein.
Nachdem ich eine Stunde darauf gewartet habe bis ein Zimmer frei wird, wurde ich auf eine andere Station verlegt.
Kurze Zeit später wurde ich auf die OP vorbereitet.
Nun kam der Patiententransport-Mann und ich wurde in den Vorbereitungsraum gebracht.
Der Zugang wurde gelegt und die Narkose floss in mein Körper.
Als der Arzt mir die Gasmaske vorgehalten wurde, wurde das Atmen immer schwieriger.
Aufwachraum
Ich bekam direkt ein Wassereis in die Hand gedrückt.
Zum Abkühlen.
Nachdem ich vollständig bei mir war, wurde ich auf mein Zimmer gebracht.
Am Tag der OP konnte ich nichts essen. Die Schmerzen: 8/10
Tag 1 – nach der OP
Ich finde es sehr extrem, manche Menschen sollten nicht im sozialen Bereich arbeiten.
In der Nacht waren die Schmerzen sooooooo extrem, da bin ich zur Schwester und bat sie um Schmerzmittel.
Schmerzen 10/10
Ich erklärte ihr, dass ich nicht schlucken kann. Sie lachte mich aus, und sagte ich müsste eine Tablette nehmen.
Als ich sie fragte „Warum lachen Sie?“ grinste sie noch mehr. Ich wurde sauer und sagte „Was lachen sie mich aus, ihnen ist klar dass sie mich gerade provozieren?!“ ihre Antwort ganz kalt „Ist alles in Ordnung (grinst dabei)“. Ich sagte zu ihr, wollen sie mich verarschen, sie lachen mich gerade aus. Wie asozial sind sie?!?! Bringen Sie mir meine Medikamente!!
Danach habe ich die Schwester nie wieder gesehen🤷🏼♀️🤷🏼♀️
Ich bekomme regelmäßig Novaminsulfon und Ibu venös.
Tag 2 und 3
Zunehmende Schmerzen trotz höher dosierte Schmerzmittel.
Schmerzen: 10/10
Tag 4 und 5
Tilidin wird verabreicht regelmäßig und Antibiotika
Wassereis alle paar Stunden.
An dem 5 Tag wurde ich entlassen.
Tag 6 und 7 waren der Horror
Ich sollte nur noch Novaminsulfin zu mir nehmen.
Essen und Trinken ist sehr schmerzhaft.
Als würde man eine Säge oder Rasierklinge schlucken. Regelmäßige Nachblutung aber sehr leicht wenn ich huste.
Da ich Tage lang kaum gegessen und kaum getrunken habe trotz Medikamente, dauerte es nicht lange bis ich Blut im Urin und Stuhlgang hatte.
Ich habe mich dazu entschieden mich von meiner Schwester betreuen zu lassen.
Die beste Entscheidung die ich getroffen habe.
Sie hat extra für mich gekocht.
Weiches, flüssiges, ohne Säure, keine Milchprodukte etc…
Regelmäßig brachte Sie mir einen frischen Kühlpack und Eiswürfel.
An Tag 8 und 9
Es geht mir schon viel besser, die Belege lösen sich.
Tag 10
Der erste Tag an dem ich tagsüber keine Medikamente genommen habe, da die Beschwerden auszuhalten waren.
Abends eine kleine Dosis nochmal Medikamente.
Tag 11
Erste Nachkontrolle; der Arzt sagt es sieht sehr gut aus; weiter ausruhen; in einer Woche werden sie wieder in ihren gewohnten Alltag zurückkehren.
Heute habe ich nur über Nacht Medikamente genommen.
Tag 12
Keine Medis.
Klar, immer noch Schluckbeschwerden aber nicht zu vergleichen mit den ersten 10 Tagen.
Meine erste Zigarette – eckelhafter Geschmack.
Wer das rauchen aufhören möchte, das ist der beste Zeitpunkt!
Fazit:
Wer sich operieren lassen will, sollte sich definitiv eine Klinik suchen, die Wirklich gut ist und nach dem Entlassen sollte euch jemand betreuen.
Keine körperliche Anstrengung/ Belastung.
Kein Nikotin oder Alkohol.
Angemessene Ernährung auch wenn es nur wenig ist.
Regelmäßig mit Eiswürfeln kühlen, am besten im Mund gleiten lassen nach hinten schieben und die Flüssigkeit ausspucken. 3-4 Eiswürfel alle paar Stunden. Am besten kaltes Wasser trinken.
Auf Süßes und Säurehaltiges verzichten.