Mein Schmerzverlauf

Ein Erfahrungsbericht von Jessica

Ich habe meine Leidensgeschichte auch gut dokumentiert, um Erfahrungen weiter zu geben .
Ich bin 41 Jahre alt und hatte zunehmend in den letzten 4 Jahren mit starken Mandelentzündungen zu tun. Generell mit Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen von jetzt auf gleich von 0 auf 100. Antibiotikum nahm ich fast einmal im Monat, nicht jedes half mir noch. Es war klar, die Mandeln mussten raus. Ich hatte panische Angst und für mich als Mama war auch der Gedanke schlimm, solange nicht bei meinen Kindern zu sein. Für mich waren 5 Tage eine Ewigkeit.
Einen Tag vor der OP fuhr ich zur Anmeldung / Voruntersuchung ins nicht ganz so schöne, moderne, gepflegte Krankenhaus… es dauerte und dauerte und ich war froh nochmal heim zu können.
OP-Tag:
7 Uhr im Krankenhaus gewesen, bis etwa 11 Uhr aufs Zimmer gewartet , häuslich eingerichtet und dann Kittelchen an und Tablette genommen.
Vor der OP brauchte man 4 Versuche einen Zugang zu legen, während man kaum mit mir sprach.
Um 15 Uhr etwa wurde ich wach neben einer Reihe anderer Betten im Aufwachraum und kam dann auf die Station. Es kam tatsächlich niemand zu mir und sprach über den Eingriff.
Um 17 Uhr gab’s dann Hafersuppe. Schmerzen waren aushaltbar, und ich dachte „das war ja easy“.
Der Anblick der Wunde war allerdings schon eklig. Dick, schwarz – gelb .
An den ersten beiden Tagen machte mir eher das Gefühl zu schaffen, dass alles so eng in meinem Hals ist; habe mich verrückt gegoogelt. Habe dann eine Cortisonspritze bekommen. Nach dieser habe ich eine halbe Stunde vor Schmerzen im Arm geweint.
Eis und Kühlakkus gab es nur auf Nachfrage.
Außer morgendlichen Vitalzeichen-Kontrollen und Mini-Visiten und abendlichen Spritzen sah ich keinen – nur wenn Essen kam. Ab Tag 2 gab’s Brot ohne Rand und Sachen wie Püree …
Schmerzmittel 3 mal am Tag Diclofenac und 4 mal am Tag Novalgin worauf mir immer recht schummrig war und ab Tag 2 eine Mundspülung.
Ab Tag 3 wurden die Schmerzen stärker. Bei Bedarf bekam ich zusätzlich Novalgin.
Essen ging nur mit ganz viel Flüssigkeit, aber ich zwang mich dazu alles so zu machen wie empfohlen.
An Tag 5 gab’s eine Untersuchung und Entlassung mit Rezept. Einen Termin zur Nachsorge wurde für in 6 Tagen gemacht.
Zu Hause wurden die Schmerzen nochmal stärker. Langsam lösen sich die Beläge, was manchmal echt eklig ist, weil dann so Stücke abfallen. Bisher blutet aber nichts. Von den Schmerzmitteln ist mir nach wie vor schlecht und schummrig. Haare waschen habe ich mich noch nicht getraut, obwohl ich mich sehr eklig fühle. Essen bleibt weiter kulinarisch Zwieback eingeweicht, weißes Brot mit Frischkäse, Milchbrötchen eingeweicht, Babybrei… ganz viel brennt leider immer noch, und ich muss alles mit viel Flüssigkeit zu mir nehmen. Seit der OP habe ich keine Nacht mehr durchgeschlafen und fühle mich völlig unbrauchbar. Heute ist Tag 7 und es scheint alles gut zu verheilen. Die Beläge sind viel dünner, aber die Aussicht noch 1-2 Wochen nicht sicher vor Blutungen zu sein, stresst mich.

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