Ein Erfahrungsbericht von Lisa
Tagebuch einer Tonsillektomie und ihrer Komplikationen
Hallo Leidensgenossen! Ich bin Lisa, 35 Jahre alt und selber Anästhesistin.
Meine Kurzfassung: Es war an sich weniger schlimm, als gedacht! Ich hatte zwar eine Nachblutung, aber das ließ sich auch händeln. Hätte ich das gewusst, hätte ich es schon lange machen lassen! Zum Langzeitergebnis kann ich noch nichts sagen. Nach Stand jetzt, 3 Monate später, habe ich mich aber immer noch nicht ganz erholt.
Meine Tipps vorab, bevor ich ins Detail gehe:
- Kleine Eiswürfel! Kauft Euch eine Form mit 1 cm großen Würfelchen oder Kugeln! Die Standardgröße bzw. die befüllbaren Beutel sind viel zu viel im Mund. Die Kleinen kommen weiter nach hinten und kühlen da, wo es nötig ist.
- Selbst befüllbare Plastik Eisformen. Also wie die billigen Wassereis, aber zum selbermachen. An manchen Tagen war mir die Säure zum Beispiel im Kirscheis zu viel und ich bin auf Wasser pur umgestiegen. Oder diese Konzentrate/Sirups verdünnt für etwas Geschmack, aber eben ohne Säure.
- Eiskragen! Es gibt die mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern! Die herkömmlichen Kühlpacks waren mir in der Breite mitunter zu groß. Die Kleinen kann man wunderbar am Kiefer entlang legen.
- Schmelzflocken. Wenn so gar nix geht, geben die wenigstens viel Kohlenhydrate. Einen Esslöffel Erdnussbutter darin schmelzen ist auch Gold wert für die Energie.
- Handspiegel! Hier gelesen und nachgemacht. Kann ich nicht oft genug betonen. Am besten mit Vergrößerung. Spart es immer ins Bad zu rennen. Vor allem während der Nächte, die eh schon sehr unruhig sind – ein Gamechanger.
- Macht täglich Fotos für den Heilungsverlauf. Hat mir geholfen als Motivation, dass es voran geht.
- Völlig weird, aber: Mund leicht öffnen, Ohren nach hinten oben lang ziehen und ggf. die Zunge rausstrecken. Brachte mir Entspannung bei diesem „Krampfgefühl“ im Hals.
- Schreibt Euch die Uhrzeiten der Medikamenteneinnahme auf!
Nun die Langfassung 🙂
Ich hatte seit vielen vielen Jahren mindestens 3 mal im Jahr Tonsillitiden, meist mehr. Letztes Jahr dann alle paar Wochen Anfang des Jahres, sogar im Sommer und dann von Ende September bis Ende November durchgehend mit 3 verschiedenen wirkungslosen Antibiosen und einem echt bescheidenen Allgemeinzustand mit Kollaps. Die OP war eigentlich für Januar 2025 geplant, wurde dann aber auf November 2024 vorgezogen, weil sich so gar keine Besserung zeigte.
Tag 0
9 Uhr Aufnahme, auf Station durfte ich mich dann schon schnellstmöglich umziehen, weil der Punkt vor mir ausgefallen war. Zum OP ging es um 10:30 und nichtmal zweieinhalb Stunden später war ich schon wieder zurück auf der Station.
Habe die Narkose ausgezeichnet vertragen und niemals Übelkeit gehabt.
Opioide gab es nur kurzwirksam während der OP plus 2,5 g Novalgin, Dexa und Zofran.
Novalgin gab es dann als Tropfen jeweils 1 g um 14 und 20 Uhr.
Am ersten Tag war der Standard nur flüssige Nahrung mit herzhaften und süßen Suppen und so viel Wassereis wie ich wollte. Die ersten Schlucke Suppe haben zunächst gebrannt, aber insgesamt ging das recht gut.
Das Zäpfchen schwoll im Laufe des Tages auf die 3fache Größe an, ebenso der Zungengrund. Am Gaumensegel gab es zwei minimal blutige Stellen, aber nichts dramatisches. Wundert Euch nicht, wenn es schwarz ist! Auch wenn „kalt“ präpariert wird (Studien zeigen hier ein geringeres Schmerzniveau und weniger Nachblutungen), wird zur Blutstillung punktuell gekautert. Schmerzen waren nachmittags mal kurzzeitig bei 5/10, sonst aber nicht wirklich mehr, als auch schon vor der OP durch die Entzündung. Es zog auch schon etwas ins Ohr, aber das hatte ich vorher auch immer mal wieder gehabt so wie Zahnschmerzen im Ohr.
Was mir am ersten Tag aber schon auffiel, war das, was hier immer wieder betont wird: Die Schmerzen werden zügig mehr, sobald man nicht aktiv viel und kräftig schluckt, vorsichtig spricht, generell in Bewegung bleibt und viiiiiel trinkt.
Die erste Nacht war dann sehr unerfreulich aufgrund von Blutzuckerschwankungen bei meinem Typ 1 Diabetes und ich hatte echt Schiss, weil ich nur extrem langsam Zucker zu mir nehmen konnte. Für ein halbes kleines Glas Wasser mit Zucker aufgelöst brauchte ich so 10 Minuten. Nehmt anfangs winzige Schlucke und teilt diese im Mund nochmal auf! Die Flüssigkeit sucht sich den falschen Weg Richtung Nase und bleibt in den Wundhöhlen hängen, d.h. obwohl ihr geschluckt habt, ist da noch Flüssigkeit, an der ihr euch dann verschluckt. Hat bei mir den ein oder anderen Hustenanfall bis (gefühlt) kurz vorm Ersticken ausgelöst. Insgesamt kamen vielleicht zwei Stunden Schlaf bei raus. Schlucken war nachts schwieriger wegen der Schwellung, aber ich brauchte ausser dem Novalgin um 20 Uhr keine Schmerzmittel mehr. Achja, die Nachtschwester gab mir Orangensaft für die Hypoglykämie. Ich muss nicht beschreiben wie sich das anfühlte… Geht nicht davon aus, dass alle immer Bescheid wissen und/oder mitdenken.
Tag 1
Visite: Rachen sieht gut aus, ab heute Wunschkost. Bekam dann trotzdem Suppen zum Frühstück und Mittag, hatte mir aber schon Proteinpudding mitgebracht. Der ging auch besser zu schlucken und verirrte sich nicht so in die Nase wie die Flüssigkeiten.
Um 8 Uhr gab es Novalgin und ich bekam 2 Tabletten Oxycodon retard 10 mg, die ich aber erstmal nicht einnahm. (Spoiler: Ich nahm sie niemals ein.)
Um 14 Uhr wieder 1 g Novalgin und dann Suppe und ein halbes Brötchen. Dafür brauchte ich fast 2 Stunden, konnte danach aber besser und schmerzfreier Schlucken! Wahnsinn! Das Zäpfchen hing jetzt dauerhaft auf der Zunge. Entgegen der Beschreibungen hier verursachte das aber keinen Würgereiz und blieb auch noch zwei Wochen so. Ich bekam kein Kortison dagegen, es wurde mir aber ausdrücklich empfohlen, sobald ich Probleme beim Atmen bekäme.
Abends gab es dann ein normales Abendbrot! Ein Highlight. Es dauerte laaaange, tat aber gut! Generell war Essen im Krankenhaus nie schlimm, solange ich vorher die Analgetika bekam.
Tag 2
Nachts etwas mehr geschlafen, Blutzucker stabiler. Morgens nahm ich zum ersten Mal den durch die sich bildenden Beläge komischen Geschmack im Mund wahr, er verschwand aber nach dem Frühstück – also subjektiv… objektiv wurde mir berichtet, dass es die ganze Zeit wohl nicht angenehm roch – obwohl keine Entzündung vorlag. Es gab eine Jod Mundspüllösung, die ich 3 mal täglich benutzen sollte, sonst waren die Kollegen in der Visite zufrieden. Brauchte weiterhin nur Novalgintropfen. Im Hals fühlte es sich sogar etwas besser an, dafür war es „aussen“ mehr geschwollen, überwärmt und man konnte das geschwollene ehemalige Bett der Mandeln richtig unter der Haut sehen. Habe mir öfter ein Kühlpack geben lassen, das tat gut. Der Kieferwinkel tat auch ein bisschen weh, aber alles immer noch gut auszuhalten. Der Kreislauf war natürlich nicht so pralle, aber das ist Meckern auf hohem Niveau.
Das Brötchen zum Frühstück klappte gut und mittags gab es Nudeln mit Tomatensauce und Gemüse.
Der Rest des Tages verlief unspektakulär. Ich durfte duschen! Mit Haare waschen. Zähneputzen auch ab dem ersten Tag. Generell habe ich alles vorsichtig „normal“ gemacht wie vom Doc ausdrücklich empfohlen. Den Mund konnte ich auch die ganze Zeit recht weit öffnen, kein Zeichen einer höhergradigen Kiefersperre. Vermeidet aber um jeden Preis zu hohe Temperaturen, die den Kreislauf anregen, und tut nichts, bei dem ihr den Kopf senken müsst! Haare über Kopf fönen zum Beispiel – ein No Go! Das merkt ihr aber auch sofort selber, weil es im Hals puckert.
Novalgin wurde kurzzeitig auf Tabletten umgestellt, was mit einem Löffel Joghurt gut einzunehmen ging.
Tag 3
Ich warte auf die starken Schmerzen. Bisher sind sie nicht eingetreten.
Frühstück das erste Mal unter einer Stunde! Mittags gab es Rosmarinkartoffeln mit Schale, Brokkoli und eine Scheibe Körnerbrot. Alles nicht gut für die Krater.
Abends habe ich das erste Mal eine Ibuprofen 600 zusätzlich genommen. Ich hatte nicht mehr Halsschmerzen, sondern wie Muskelkater im Hals. Hatte an dem Tag zu viel geredet glaube ich. Novalgin hatte ich mir wieder als Tropfen geben lassen, da die Küche Zitronenjoghurt ausgeteilt hatte. Keine gute Idee auf einer HNO-Station.
Tag 4
Es geht nach hause! Ich hatte mir große Sorgen gemacht noch nicht fit genug zu sein für die Entlassung, aber als es so weit war, wollte ich gerne heim!
Zuhause war dann so vieles einfacher! Selber kochen, nicht auf Eis oder Medikamente warten und einfach RUHE. Abends gingen dann schon die ersten Bröckchen der Beläge ab! Dezent widerlich aber ein guter Fortschritt!!
Tag 5
Habe zwei mal fast 3 Stunden am Stück geschlafen! Unfassbar! Dementsprechend hatte ich morgens auch mehr Schmerzen, weil alles so trocken wird, aber Schlaf musste ich dringend nachholen. Stellt Euch unbedingt Wasser ans Bett und auch nachts gilt trinken, trinken, trinken, immer wenn ihr wach werdet. Und es macht Sinn sich einen Wecker für Medikamente zu stellen, um die Zeitintervalle einzuhalten.
Mir ist aufgefallen, dass es verschiedene Schmerzqualitäten gibt: Einer „innen drin“ und einer „drum herum“. Morgens ohne Medikamente tut es im Bereich der Wunden weh und sticht im Ohr, abends zieht weiter unten der Kehlkopf und Hals. Kühlpack und Eis half mir bei beidem.
Im Laufe des Tages kamen die Schmerzen dann schneller wieder. Schlussendlich brauchte ich bis abends die jeweiligen Höchstdosen von Novalgin und Ibuprofen.
Mein Backup waren die Oxycodon, die ich in der Klinik nicht genommen hatte, sowie Tilidin und Paracetamol. Ich nahm ausserdem noch Pantozol und Movicol.
Ich trank jeden Tag mindestens 3 L Wasser.
Tag 6
8 Uhr morgens. Jep, da isser. Der Schmerz. Vor der ersten Novalgin brennt Wasser wie Batteriesäure und ich habe das Gefühl, dass Jemand dauerhaft einen Esmarch macht. Und rechts im Rachen steckt doch definitiv eine Nadel! Ach was, 10! Und den Kopf nach rechts drehen kann ich auch kaum.
Ja, ich schreibe dies während es so weh tut. Ich habe absolut keine Lust auf Opioide, deswegen rede ich mir das schön. Bin gespannt wie es weiter geht.
Update: Die Lage entspannt sich erst gegen Mittag. 1 Scheibe Toast hat heute wieder über eine Stunde gedauert…
18 Uhr: Schmerzen wie weggeblasen! Komisch! Aber auch das hatte ich gelesen, dass es ein Auf und Ab sein soll… Also schnell möglichst viel essen und im Intervall brav alle Tabletten nehmen.
Heute wieder 4 x 1 g Novalgin und 4 x 600 mg Ibuprofen im Wechsel alle 3 Stunden. Tabletten kann ich gut schlucken, morgens nehme ich noch Novalgintropfen, weil das einfacher ist.
Tag 7
Der Morgen war wieder ähnlich ätzend. Habe die erste Dosis Novalgin genommen und mich mit Kühlpack wieder ins Bett gelegt. 2 Stunden später Ibu. 1 Stunde warten. Dann war Frühstück möglich.
Wie immer waren die Schmerzen nachmittags und abends erträglicher.
Beim Abendessen hatte ich dann das Gefühl, dass ein Stück Toast im Hals stecken bleibt. Unter einigem Würgen spuckte ich schließlich ein großes Stück Fibrinbelag aus, annähernd so groß wie mein kleiner Finger. Das war schon dezent widerlich.
Tag 8
Morgens Kontrolle beim HNO, er war sehr zufrieden.
Auf dem Nachhauseweg war es dann ironischerweise so weit. Komischer Geschmack im Mund, ein Blick in den Spiegel – jau. Nachblutung. Zum Glück nur 2 Minuten von zuhause entfernt. Bis dahin hatte ich mich aber schon vollgesaut. Junge, war das viel Blut! Da fiel es auch mir schwer ruhig zu bleiben. Ich stand vornüber gebeugt in der Einfahrt mit offenem Mund und es lief einfach nur raus. Eis in den Nacken und Ausspucken. Rettung angerufen. Es gab keinen freien RTW. Also mit dem PKW fahren lassen. Auf halbem Weg hörte es dann zum Glück auf. In der Ambulanz sah man mehrere leicht blutige Stellen und ein Koagel, das weggesaugt wurde. Ich kam wieder auf die Station und bekam Tranexamsäure für die Blutgerinnung, Clindamycin intravenös und sollte nun 5 mal täglich mit Jod spülen. Es gab dann nochmal ein kleines Rinnsal an verschiedenen Stellen im Laufe des Tages, aber keine starke Blutung mehr.
Was mir heute erst klar wurde, als mich der HNO in der Praxis drauf aufmerksam machte: Ich habe ein Loch im hinteren Gaumensegel. Zunächst sah man das unter den Belägen nicht. Vermutlich bei der Blutstillung mit dem Kauter duchgebraten. Ein schmaler Steg verbindet das Gaumensegel noch mit dem Zäpfchen und genau dort hatte es geblutet, weil das Gewebe enorm unter Spannung steht. Im Laufe des abends klaffte es immer weiter auseinander. Der Arzt sollte es sich nochmal anschauen, aber es kam niemand. Die Nacht war dann ziemlich unruhig für mich. Habe das erste Mal nachts keine Ibuprofen genommen. Aber am nächsten Morgen sollte es ja wieder nach Hause gehen.
Tag 9
Dachte ich. Andere Ärztin in der Visite. Ich müsse 48 Stunden bleiben. Oder unterschreiben, dass ich gegen ärztlichen Rat gehe. Das werde ich bestimmt nicht tun. Erhalte weiter Clindamycin intravenös.
Stechender Schmerz am Gaumensegel, sonst insgesamt weniger Brennen.
An dem Loch könne man jetzt nichts machen – wenn es abreisst, reisst es ab und wenn es blutet muss ich eh wiederkommen. Es kann sein, dass das später Probleme beim Essen und Trinken macht, das könne man aber erst nach der vollständigen Heilung sagen. Vielleicht müsse dann erneut operiert werden. Also abwarten.
Tag 10
Nach Hause! Ich freue mich einfach nur im eigenen Bett schlafen und mir selber Essen machen zu können. Heute 4 g Novalgin, 3 x Ibu 600. Clinda soll ich weiternehmen, insgesamt 1 Woche.
Tag 11
8 Stunden am Stück geschlafen! War einfach nur fertig nach den Ereignissen der letzten Tage. Es brannte dann alles gehörig, aber insgesamt weniger werdend. Habe nur noch 1 Ibu zusätzlich zum Novalgin genommen!
Nachts dann: Eine blutende Stelle. Wieder an dem Loch im Gaumensegel. Zum Glück sickerte es nur. Habe gekühlt und bin dann irgendwann erschöpft schlafen gegangen. Nichts weiter passiert.
Tag 12
Morgens war das Koagel dann weg.
Tag 13
Fühle mich ziemlich entkräftet. Die vielen Monate der Entzündungen, die jetzt in der OP gipfelten, fordern ihren Tribut. Die Angst vor weitere Blutungen bleibt.
Tag 14
Erster Tag ohne Schmerzmittel! Es tut noch weh, aber das halte ich gerne aus, wenn es ohne Tabletten geht.
Tag 15
Kontrolle beim HNO. Er ist zufrieden. Kein Zeichen einer Entzündung. Beläge gehen gut zurück. Er glaubt nicht, dass das Loch im Gaumensegel nochmal operiert werden muss. Hoffentlich hat er recht!
Tag 16
Weiterhin keine Schmerzmittel.
Tag 17
Es sickert nochmal etwas, dort, wo die Beläge nach der Nachblutung abheilen. Zum Glück nicht viel.
Tag 18
Habe das erste Mal wieder ein Stückchen Obst gegessen! Wahnsinn!
Ich lese heute mal wieder das gesamte Tagebuch, und ich kann jetzt schon sagen, dass die schlimmsten Tage in meiner Erinnerung verblassen! Ich habe immer noch Respekt vor einer weiteren Blutung, aber mit jedem Tag fühlt man sich ein wenig besser und das Leben ohne dauernde Einschränkungen rückt näher.
Tag 21
Keine Blutung – yay!
Tag 25
Alles ist anstrengend, aber ich fühle mich ein klein wenig mehr energiegeladen. Ist normal denke ich und der Körper muss ja erstmal wieder Reserven auffüllen.
Tag 28
Weihnachten ist geschafft. Das erste Weihnachten ohne zuzunehmen. Es schmeckt immer noch alles komisch… Wie ich öfter gelesen habe ist es im ersten Moment an der Zungenspitze normal, dann schmeckt alles sauer oder bitter. Merkwürdig. Süß ist etwas besser, aber irgendwie hat alles seinen Reiz verloren. Ausser dem Rachen – der ist gereizt! Sorry, den musste ich machen.
Die Wundhöhlen verschließen sich erstaunlich gut und ich hätte nie gedacht, dass da so viel Platz in meinem Hals ist. Das Loch ist mal größer, mal etwas kleiner. Die Rötung ist noch nicht verschwunden und Schwellung ist auch noch da. Morgens habe ich immer leichte Halsschmerzen, tagsüber wechselnd.
Fast forward: 3 Monate später
Ich wache immer noch jeden Morgen mit Halsschmerzen auf und der Rachen ist immer noch gerötet, am meisten da, wo das Loch war. Wenn man es nicht weiß, sieht man es aber zum Glück nicht mehr, also bleibt mir eine weitere OP wohl erspart. Das Gaumensegel ist aber schief. Ich habe immer noch Geschmacksstörungen und Schmerzen, wenn ich zu viel spreche/zu wenig trinke. Ich würde am liebsten dauernd Wasser nippen gegen das Gefühl im Hals. Kohlensäurehaltige Getränke meide ich weiterhin weitestgehend. Beim Sport war ich erst ein Mal, es dauert seeeeehr lange bis die Kraft zurück kehrt. Das erste Mal arbeiten war ich nach genau 5 Wochen und es war eine Quälerei! Es hat über 2 Monate gedauert bis ich das Gefühl hatte ich kann meinen Alltag wieder einigermaßen bewältigen und auch jetzt noch bin ich schnell erschöpft. Ich habe kürzlich auch schon einen milden Infekt während der Erkältungszeit mitgenommen, dies aber ganz ohne die üblichen Symptome, die immer zuerst starke Halsschmerzen waren. Jetzt war es nur Naselaufen und ein leichter Husten, was nach einer Woche schon viel besser war.
Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht und ob ich in der nächsten Saison dann nicht dauerkrank bin. Dann wäre es das wert, bisher ehrlich gesagt noch nicht. Aber es ging ja nicht ohne OP… also weiter warten… Dass das so eine Geduldsprobe wird, hätte ich nicht gedacht!
Hallo Ihr!
Meine OP ist diese Woche 1 Jahr her. Wie schnell das umgegangen ist!
Ich wollte mit Euch teilen, dass ich nur ein Mal (1 !!!) krank war! Wahnsinn!
Der Eingriff hat sich definitiv gelohnt!
Hallo Lisa,
könntest du mir vielleicht sagen, welche Behandlungsmethode in der OP bei dir durchgeführt wurde? Ich habe meine OP in circa zwei Wochen und lasse mir die Mandeln mit der Coblations-Technik entfernen und ich habe schon sehr große Angst vor der Zeit danach.
Viele Grüße
Lilly
Hallo Lilly,
ich drücke die Daumen für die OP – durch die Infos und Tipps hier auf der Seite bist du bestmöglich für die Zeit nach der OP vorbereitet.
Und wenn ich alle Erfahrungsberichte erinnere, so waren die Rückmeldungen zur Coblations-Technik weit überdurchschnittlich positiv. Viele, die damit behandelt wurden, waren überrascht, wie schnell die Heilung danach vonstatten ging. Jeder Eingriff und Heilungsverlauf ist immer individuell zu sehen und ich würde unbedingt empfehlen den gesammelten Ratschlägen/Erfahrungswerten zu folgen, aber das darf dir definitiv große Zuversicht geben, dass es bei dir auch gut laufen wird.
Ich drücke wie gesagt die Daumen – viele Grüße Christian (Admin)
Hallo Lilly!
Dann drücke ich schon mal ganz fest die Daumen! Aus Erfahrung weiß ich ja nun, dass es schwer ist sich nicht verrückt zu machen, aber du schaffst das!!!
Wie ich geschrieben hatte wurde bei mir „normal“ präpariert und geschnitten und etwas gekautert. Die Cobla bietet die Klinik hier nicht mehr an, deswegen kann ich dazu leider nichts sagen. Ich kenne aus unserer Klinik von früher nur den Laser zur TT, aber das kann man ja nicht vergleichen.
Bereite dich für die Zeit zuhause entsprechend vor und lass es auf dich zukommen. Alles ist besser, als die Dauerentzündung!! Das wird schon! 🙂
Vielen Dank für eure schnellen Rückmeldungen. Ich bin sehr dankbar, dass es diese Internetseite gibt.
Dir, Lisa, wünsche ich, dass du dich bald wesentlich besser fühlst.
Danke! Und wie ist es dir ergangen?